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Alfa Romeo 1.4 TB Quadrifoglio Verde Front

 

Fahrbericht Alfa Romeo Mito 1.4 TB 16 V Quadrifoglio Verde: Der italienische Wadenbeisser
Der Mito – einer der Top-Seller im Alfa Romeo-Programm – kommt jetzt in der besonders sportlichen Version Quadrofoglio Verde zu den Händlern. Auf einer kurzen Spritztour zeigte uns der Italiener was geht.

Die technischen Änderungen des Mito-Topmodells sind schnell aufgezählt: Mehr Leistung durch höheren Ladedruck, Doppelrohr-Auspuffanlage, 17-Zoll-Bereifung. Zusätzlich gibt es noch einige Accessoires im Inneraum und an der Karosserie, die das Topmodell optisch adeln. Das Highlight ist ohne Frage der freche 1.4-Liter-Vierzylinder, der dank Turbo-Beatmung so kräftig wie nie anritt.
Wird das gut abgestufte Sechsgang-Getriebe flott durchgeschaltet, sprintet der kompakte Sportler in nur 7,5 Sekunden auf Tempo 100. Dabei zieht der Turbo ab 2.000 Umdrehungen ungewöhnlich kräftig an der Kette und dreht frei und fröhlich und mit kräftigem Ansauggeräusch bis 6.000 Umdrehungen hoch. Kurz danach fordert der Drehzahlbegrenzer zum Hochschalten auf. Einen minimalen Schluckauf bei Vollgas und 2.500 Umdrehungen verzeiht man dem Vierzylinder bereitwillig. Wer im sechsten Gang ganz eilig unterwegs ist, erreicht schnell die Höchstgeschwindigkeit von 219 km/h. Ein kleiner Wermutstropfen ist das etwas hakelnde Sechsgang-Getriebe – wer schnell schalten will, muss konzentriert bei der Sache sein. Wer es eine Spur ruhiger angehen lässt, kann sich bei jeder Drehzahl an der spontanen Durchzugsstärke des Quadrifoglio Verde erfreuen.

Zum Glück gilt für den gut laufenden Mito nicht das Sprichwort: „Turbo läuft, Turbo säuft!“ Dank modernster MultiAir-Technologie haben es die Italiener geschafft, den Norm-Verbrauch auf 6,0 Liter zu minimieren. In der Praxis schlürfte der Dreitürer 7,4 Liter durch die Einspritzdüsen.
Die Traktion des Fronttrieblers ist von 230 Newtonmetern und 170 PS eindeutig nicht überfordert. Dank der gut arbeitenden Differentialsperre Electronic Q2 scharrt der Mito nicht wild mit den Hufen, wenn es unter Volldampf aus engen Kurven geht. Über den serienmäßigen DNA-Schalter lässt sich das Ansprechverhalten des Vierzylinders und der Stoßdämpfer weiter in Richtung Sportlichkeit umschalten. Der Motor hängt auf „Dynamic“ noch besser am Gas und liefert dann 250 Newtonmeter, die Zug- und Druckstufe der Stoßdämpfer arbeitet noch einen Tick straffer und der Mito geht in dieser Einstellung mit noch weniger Seitenneigung ums Eck. Hier zeigt er selbst größeren und stärkeren Fronttrieblern das wohlgeformte Heck.
Die Lenkung reagiert mit den optionalen 18-Zöllern (215/40 R18, Aufpreis: 400 Euro) sehr exakt und direkt auf Lenkbefehle, kommt aber an die rasiermesserscharfe Präzision einer Mini Cooper-Lenkung nicht ganz heran.
Mit einem Grundpreis von 20.950 Euro (Stand: 2010) ist es den Alfa-Technikern gelungen, ein kompaktes Fahrzeug auf die Räder zu stellen, das neben guten Fahrleistungen, sicherem Handling und geringem Verbrauch durch eine ganz große Portion Fahrspaß begeistert. Bella Macchina!

(Der Fahrbericht bezieht sich auf das Modell von 2010)

 

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