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VDI-Sicherheitsexperten untersuchen Unfallursachen: Rund 1.000 Verkehrstote in Deutschland sind vermeidbar

VDI-Sicherheitsexperten haben das Unfallgeschehen im Straßenverkehr in Deutschland nach dem Verursacherprinzip untersucht. Das Ergebnis: Zwischen 830 und 1.180 Todesopfer könnten bis 2020 vermieden werden. Die 2015 zum zweiten Mal in Folge gestiegene Zahl der Verkehrstoten auf 3.459 sind aus Sicht des VDI Grund für ein schnelles Handeln. „Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir mit Einzelmaßnahmen und rein fahrzeugseitig nicht mehr viel bewegen können“, erklärt Professor Rodolfo Schöneburg, Vorsitzender der VDI-Gesellschaft Fahrzeug- und Verkehrstechnik (FVT) und Centerleiter Sicherheit bei Daimler.

Die beiden größten Hebel zur Vermeidung von Verkehrstoten sind die Erneuerung des Pkw-Bestands mit besserer Sicherheitstechnik sowie eine Minderung der Ablenkung der Verkehrsteilnehmer. Allein die Benutzung von Handys am Steuer hat ein Potenzial von jeweils 200 bis 300 Opfern – in Deutschland. Eine Studie der Allianz geht sogar von 350 Toten aus! Die Veletztenquote liegt dabei um ein Vielfaches höher. Eine Halbierung der Nichtanschnall-Quote könnte 200, die Erneuerung und Ausstattung des Lkw-Bestands mit Assistenzsystemen zwischen 40 und 80 Verkehrstote weniger bedeuten. Bis zu 80 Verkehrsopfer weniger könnten durch Fahrertrainings für Motorradfahrer, ältere Fahrer und Fahranfänger erreicht werden. Jeweils rund 50 Opfer weniger wären alleine durch verbesserte Sichtbarkeit der Fußgänger und Radfahrer, durch bessere Sicherheitskleidung der Motorradfahrer sowie durch vermehrtes Tragen von Fahrradhelmen in Verbindung mit Helmpflicht für Pedelecs möglich.

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